Monatsrückblick Mai
Machen und Pause machen im Mai
Der Mai stand wieder einmal im Zeichen des prallen Lebens. Auf der einen Seite: ein Kopf voller Ideen, Tatendrang und wichtiger Impulse für Themen, die mir am Herzen liegen. Auf der anderen Seite, die unmissverständliche Einladung meines Körpers, das Tempo ganz bewusst herauszunehmen. Die Balance zwischen dem notwendigen inneren „Machen“ und dem „Pause machen“ zu halten, war in den letzten Wochen eine echte Aufgabe. Einmal mehr eine wunderbare, wenn auch anspruchsvolle Übung im liebevollen Annehmen .
- Tempo rausnehmen
- Herzensprojekte und Weiterbildungen
- Dynamik im FrauenZimmer
- Familienzeit
- Ausblick auf Juni
1. Tempo rausnehmen beim Gehen und Denken
Wer mich weiß, weiß, dass mein Gehirn selten nochsteht. Es läuft am liebsten auf Hochtouren und produziert im Minutentakt neue, feine Lösungsansätze für die Herausforderungen unserer Zeit. Für all die Dinge, die wir als Gesellschaft gerade so dringend bräuchten. Die Welt verändert sich schnell, und der Wunsch, die Welt ein bissl besser zu machen, ist groß.
Gleichzeitig kontrolliert mein Knie nach wie vor meinem Bewegungsradius im Außen.
Das heißt im Klartext: Tempo raus beim Gehen. Wenn der Körper langsamer wird, darf auch der Geist folgen. Denn nicht nur die Muskeln, auch das kreativste Gehirn braucht echte Pausen, um sich zu regenerieren und wieder Platz für das Wesentliche zu schaffen.
Statt gegen den scheinbaren Stillstand anzukämpfen, habe ich das liebevolle Annehmen dessen, was ist, weiter ausgebaut. Atmen, spüren, einen Gang herunterschalten. Mein Knie braucht zur Zeit einfach extra viel Liebe, Geduld und Zuwendung statt Widerstand. Wenn wir lernen, die Signale unseres Körpers nicht als Bremse, sondern als Wegweiser zu verstehen, verändert sich die gesamte Perspektive.
Deshalb bin ich heuer beim @wingsforliferun mitgegangen statt gelaufen. Erst eine Woche vorher, aufgrund der Aussage von Heinz Kinigardner, dass ein Seniorenwohnheim mit Rollator bei seinem Charity Lauf, zu Gunsten der Rückenmarksforschung, mitgemacht hat, habe ich mich angemeldet. Obwohl Muttertag ist. Meine Mama ist kurz entschlossen mitgegangen. Weil uns der Grund dieser Veranstaltung wichtig ist.
2, Herzensprojekte und Weiterbildung:
Trotz der bewussten inneren und äußeren Entschleunigung gab es im Mai ein großes Themenfeld, das viel Raum einnehmen durften und mich tief bewegt hat.
- „(Un)vereinbar“ – Die Konferenz: Ein intensiver, inspirierender Raum für Austausch. Die Konferenz hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, verschiedene Disziplinen an einen Tisch zu bringen, neue Perspektiven zuzulassen und Brücken zu bauen. Dabei wurden auch die eingeladen, die sonst üblicherweise im Hintergrund agieren. Pflegende Angehörige. Veranstaltet wurde die Podiumsdiskussion der Caritas mit der APP „ALLES CLARA“ . Damit die Betreuung daheim auch in Zukunft organisiert werden kann, ist das Mitwirken der Familien erforderlich. Auf ihre Bedürfnisse einzugehen und Ressourcen zu schaffen, ist ein dringendes Anliegen der @IG Pflege .
- Pflegende Kinder – Zwischen Wollen und Wirklichkeit: Hierzu reift seit Längerem eine Herzensidee in mir. Kinder und Jugendliche, die im familiären Umfeld Pflegeverantwortung übernehmen, bewegen sich tagtäglich in einem enormen Spannungsfeld. Wie können wir diese Zielgruppe, die so oft im Verborgenen bleibt, besser sichtbar machen und echte, mentale Erleichterung schaffen? Dieses Thema lässt mich nicht los und hat mir meine Grenzen deutlich gemacht. Ich stehe zwischen Wollen (einen Online-Kurs für Jugendliche) und Wirklichkeit (zeitliche Ressourcen, um diese Jugendlichen zu erreichen & Finanzierbarkeit des Projektes). Was ich sehe, ist unsere Zukunft, in der wir viel Potenzial der Jugendlichen verschwenden, in dem sie Verantwortung in der Familie übernehmen, die sie oft gar nicht tragen können. Wichtig wäre die Möglichkeit, die Abgrenzung aufzuzeigen und einen Abschluss zu sichern. Egal ob Schule oder Beruf, auch diese Jugendlichen sollen die Chance haben zu wählen, was sie aus ihrem Leben machen.
- Krebs und Arbeitsalltag – Weiterbildung der Krebshilfe: Eine unglaubliche und wertvolle Weiterbildung. Eine schwere Diagnose trifft Betroffene nie nur privat, sie wirft auch das berufliche Leben komplett aus der Bahn. Für mich als Mentaltrainerin und Trauerbegleiterin ist es ein zentrales Anliegen, sowohl Betroffene als auch Betriebe in Krisenzeiten feinfühlig, professionell und mental stark zu begleiten. Wie gelingt der Wiedereinstieg? Wie gehen Führungskräfte und Teams mit dem Thema Verlust und Traurigkeit um? Hier braucht es viel Sensibilität und fundiertes Wissen. Ein Workshop Termin steht für den 10.11.2026 an der AK bereits fest.
3. Schöne Dynamik im FrauenZimmer
Es sind die Verbindungen zu anderen Menschen, die uns durch bewegte Zeiten tragen. Im Mai konnte ich das gut spüren. Es ist genau der geschützte Ort für authentischen Austausch, „Female Empowerment“ geworden, den ich mir immer gewünscht habe. Zu sehen, wie Frauen auftanken und immer mehr Vertrauen in ihre Fähigkeiten erlangen, erfüllt mich mit großer Dankbarkeit.
Zugegeben, der technische Hintergrund erfordert noch ein wenig Anpassungen. Davon lasse ich mich nicht beirren. Regelmäßige Briefe, die nur ein Ziel haben: „Mach den nächsten Schritt für dein Wachstum.“ oder mach Pause.
Möchtest du FrauenZimmer kennenlernen? Am 03.06.2026 um 18:45 hast du die Gelegenheit beim nächsten Online- Treffen dabei zu sein.
4. Familienzeit
Neben all den beruflichen Impulsen und gesellschaftlichen Fragen gab es im Privaten einen Tag mit der Familie. Seit einiger Zeit vergeht das Beschenken zu Weihnachten in unserer Familie. Dafür überlegen wir gemeinsam, welche Aktivität uns Freude bereitet. Zu Weihnachten 2025 haben wir uns für die @WeinviertelDraisine entschieden. Das Wetter hat zu unserem geplanten Termin zum Glück mitgespielt. So steht ein strampelnder und lustiger Tag nichts im Weg. Egal ob Oma oder Enkel, jede_r konnte sich einbringen oder die rasante Abfahrt nach Asparn an der Zaya genießen. Diese Momente sind es, die uns erden und uns daran erinnern, worauf es im Leben wirklich ankommt. Familie gibt Halt. Familie bringt unterhaltsame Augenblicke. Die geben unserem Alltag das nötige Etwas, wenn sonst die Luft raus ist.
Mein Ausblick auf den Juni
Ich nehme das „liebevolle Annehmen“ aus dem Mai mit hinüber in den Juni. Der Fokus bleibt klar ausgerichtet: Herz und Hirn verbinden, das Wachstum im FrauenZimmer achtsam begleiten und die vielen Ideen im eigenen Tempo reifen lassen. Der Körper gibt den Rhythmus vor, und das ist gut so. Denn das Tempo unseres Lebens bestimmen wir letztendlich selbst. Neben meiner Pause während des Urlaubes möchte ich mit dir neue Erfahrungen sammeln. Das steht am Plan:
- Workshop zum Aufatmen und Entspannen
- Urlaub
- Neue Wege und Erfahrungen
- Abschied und Alltag als Event im Herbst planen
Mein Alltag ist bunt und breitgefächert. Weil ich das so will (und brauche:). Pflück dir doch einfach einen der bunten Momente aus meinem Leben als Inspiration. Bei Fragen und Anregungen schreib mir einfach eine Nachricht.